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Fehlgeburt Abortus habitualis

Fehlgeburten: Aktuelle Studien

Zwei Meta-Analysen – Studien, die die Daten mehrerer andere Studien kombinieren und so besonders aussagekräftig sind – wurden soeben zum Thema wiederholte Fehlgeburten (Abortus habitualis) publiziert.

Eine davon untersuchte den Zusammenhang zwischen Eizellreserve-Tests und wiederholten Fehlgeburten. Es zeigte sich, dass Frauen mit einer verminderten Eizellreserve ein beinahe dreifach so hohes Risiko für wiederholte Fehlgeburten hatten. Frauen, bei denen man die Ursache für die wiederholten Fehlgeburten nicht finden konnten, hatte im Schnitt niedrigere Werte des anti-Müller-Hormons (AMH), dem besten Marker für die Eizellreserve.

Eine zweite Meta-Analyse beschäftigte sich mit der Schilddrüse. Rund 13% aller Frauen mit Abortus habitualis haben Schilddrüsenunterfunktion ohne Symptome. Liegen Antikörper gegen die Schilddrüse vor, ist das Risiko für sich wiederholende Fehlgeburten beinahe verdoppelt. Eine Behandlung mit dem Schilddrüsenmedikament Levothyroxin, das bei Schilddrüsenunterfunktion eingesetzt wird, hatte für die betroffenen Frauen keinen Benefit.


Die häufigsten Ursachen für Fehlgeburten >>


Quellen:

Dong AC et al: Subclinical hypothyroidism and thyroid autoimmunity in recurrent pregnancy loss: a systematic review and meta-analysis. Fertil Steril. 2020 Mar;113(3):587-600.e1.

Bunnewell SJ: Diminished ovarian reserve in recurrent pregnancy loss: a systematic review and meta-analysis. Fertil Steril. 2020 Apr;113(4):818-827.e3.